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raumkontrastverhältnisse

die thematik, die mich interessiert, sind die raumkontrastverhältnisse, zu deren theorie ich selber fand.

multidimensionale raumkontrastverhältnisse resultieren in den variablen zwischen
struktur und kontrast. die variablen sind gleichungen, asymmetrie oder verhältnisse
im objekt oder die beziehung zueinander von objekten. sie bestimmen die thematik
anhand gegebener umstände, faktoren, die die umgebung (der raum) bietet. dadurch
können diese in eine gleichung, asymmetrie oder in deren verhältnissmässigkeit
bezogen werden. dies bildet das raumkontrastverhältnis bei der objektgestaltung im
raum.

die entwicklung meines werkes liegt darin, dass ich die thematiken der konkreten,
kinetischen und konstruktiven mische.durch die kenntnis dieser thematiken bleibt mir
die möglichkeit, weg von der fläche in den raum zu greifen. in der reduktion gehe ich
zum punkt und zum kontrast. vom punkt zur linie, zum quadrat und zum kubus. dies
ergibt raum, der geteilt, eingeteilt und strukturiert wird. dadurch entstehen aussen-
und innenflächen sowie extrahierte elemente, die durch kontrast eingeteilt werden.
durch veränderung oder entwicklung des raumes, des kontrastes und der thematik
können neue raumkontrastverhältnisse entstehen. im zweiten schritt fand ich dann
wieder den weg an die wand, von raumobjekten zu wandobjekten.

konkret ist der gedanke des klar strukturierten raumes, also der kuben oder neu
angeordneten elemente, die teilung auf der fläche, im raum und der kontrast
schwarz/weiss.

das konstruktive entspricht dem aufeinander- oder aneinanderbauen der kuben, die
zum teil auch verdreht werden. es können auch verschiedene elemente ineinander
greifen.

die kinetik entsteht durch kausalität – im sinne von ursache und wirkung, von
notwendiger verknüpfung einer geistigen reaktion – bei der räumlichen verwertung
des raumkontrastverhältnisses durch symbiose.

das werk meines grossvaters und meines vaters war ursache und die
wirkung/reaktion mein werkbeginn.

die kausalität – im sinne eines gegenstandes, der abhängig von thematik und theorie
sich kontinuierlich gleichartig entwickelt – resultiert in den raumkontrastverhältnissen.
sie sind unikate, von hand in mehreren arbeitsgängen gefertigt, für den geistigen
genuss.

david bill